Johann Lafer hat die Nase voll von der Sterne-Küche

… und schließt sein Sternerestaurant Val d’Or in Stromberg.

„Um in der Sterne-Küche mitzuspielen, muss jede Deko bis ins kleinste Detail sitzen, extrem hochwertige Zutaten sind unabdingbar“, sagt Johann Lafer… und verabschiedet sich aus der Sternegastronomie. Zurück zu den Wurzeln, zurück zum einfachen Kochen und Essen. „Das inspiriert mich und es ist mir eine Herzensangelegenheit, mich im Alter von 61 Jahren von Zwängen zu befreien, denen ich bisher unterworfen war“, sagt er förmlich entspannt im SZ-Interview.

Mein Fazit

Das schwingt mit: Wieder ein Stern weniger am Sternenhimmel…
Dennoch, ich halte Lafers Entscheidung für eine konsequent richtige. Mit 61 eine Wende zu machen, warum nicht. Ein Michelin-Stern will hart verteidigt werden. Fortan die Kunst der einfachen Küche als neue Herausforderung zu erachten, mit der er am selben Standort in modernerer Form ab März 2019 auf den Gast treffen will, ist nicht nur befreiend, es kann ihm bei all seinen anderen Aktivitäten stark stützen. Seine Kochschule, das Kochen im Fernsehen oder seine Bücher und Zeitschriften und nicht zuletzt kulinarische Kreationen für das Bordessen von Singapore Airlines, all das erfordert nach wie vor ein hohes Maß an Zeitaufwand, nun vornehmlich als Unternehmer.

Hoffentlich verliert er im daily Business dabei nicht seine kreative Denke, die ihn einst als Spitzenkoch so bekannt gemacht hat.

 

2 Gedanken zu “Johann Lafer hat die Nase voll von der Sterne-Küche

  1. Ich finde den Schritt auch absolut richtig udn wenn man im leben nochmal neu anfangen möchte, ist 61 auch ziemlich spät. lafer hat für’s kochen mehr als genug innovation geboten, ich hab ihm soviele anregungen zu verdanken, das ich ihm zu diesem schritt nur gratulieren kann und mir noch viele kochshows mit ihm wünsche.
    und natürlich auch gute gesundheit und eine gute zeit!

  2. Liebe Elisabeth, ja richtig, genau so sehe ich es auch. Und seine Omnipäsenz im TV mit allen flankierenden Massnahmen (Bücher, Singapore Airlines, Kochshows etc etc) nimmt einen großen Anteil an Zeit und Kraft ein. Ich werde sicher im Laufe des Jahres mal hinfahren und mir anschauen, wie er sich nun in seinem Feld verändert hat.

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